"Langsame Fahrer sind hässlich und haben ansteckende Krankheiten." (Ayrton Senna)

Freitag, Dezember 08, 2006

Ekelfahrt

Das Thema ist alt, aber leider immer wieder aktuell: heute hatte ich wieder mal einen POPLER hinter mir. An vier Ampeln konnte ich im Rückspiegel sehen, wie er inbrünstig nach Gold grub. Der hörte gar nicht mehr auf. Da er den kleinen Finger bis zum Anschlag drin hatte, nehme ich an, dass er bereits Hirnmasse zum Vorschein brachte. Jedenfalls glubschte auch immer passend zum Nasenloch ein Auge fast raus.

My car is my castle und darin bin ich unsichtbar.

NEIN, SEID IHR NICHT!!!! Und ich will hier ja keinen Geschlechterkrieg anfangen, aber ich habe wirklich noch niemals eine Frau gesehen, die derartig schmerzbefreit hinter dem Lenkrad ihre Nasenschleimhäute malträtiert.

WARNHINWEIS:

Leute mit einem schwachen Magen sollten sich sehr gut überlegen, ob sie weiterlesen wollen. Die Verfasserin übernimmt keinerlei Verantwortung für eventuelle Übelkeitsanwandlungen oder deren Folgen.

Einige werden es schon ahnen, mit dem Popeln an sich ist der Gipfel der Widerwärtigkeit noch nicht erreicht.

ER HAT SIE GEFRESSEN!!!!!! Uaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah

Mahlzeit!

Dienstag, Dezember 05, 2006

Die Angst fährt mit

Oh Du fröhliche, jetzt ist es wieder soweit: die Zeit der Weihnachtsmärkte und der Betriebsfestivitäten.

Ich will es gar nicht beschönigen: ICH HAB ANGST!!

Ich kipp mir ja auch gerne mal einen rein, liebe tallinnschen Glückswein und hab auch nichts gegen einen leckeren Rotwein und wenn wir schon beim Outing sind...ja, ich bin auch schon Auto gefahren, wenn ich es vielleicht hätte sein lassen sollen.

Aber was momentan auf den Straßen abgeht, ist wirklich gruselig.
Ich muss ja nun Abends immer an der Innenstadt, sprich: an den Weihnachtsmärkten vorbei fahren und was da an besoffenen Autofahrern rumgurkt, ist nicht mehr feierlich. Diese sind sich jedoch meistens ihres Zustandes bewusst und fahren übertrieben vorsichtig.

Viel schlimmer ist es frühmorgens! Da hat man dann mit den Restalkoholfahrern zu tun und die scheinen gar nicht zu merken, dass sie noch hackedicht sind. Schließlich haben sie ja nach dem Genuss von 8 Glühwein mit Schuss 5 Stündchen geschlafen...

Die alte Rechnung, dass höchstens 0,1 Promille pro Stunde abgebaut werden, kennt doch jeder oder nicht??

ANGST!!!

Mittwoch, November 29, 2006

Ungewollte Erkenntnisse

Der beschissenste Ort und Zeitpunkt, um festzustellen, dass man ganz dringend ein neues Wischblatt für die Windschutzscheibe benötigt:

Auf der linken Spur einer Autobahn, nach Einbruch der Dunkelheit, wenn man nach Schildern Ausschau halten muss, damit man weiß, wo man abfahren muss.

Geronimoooooooo!!!

Freitag, November 24, 2006

Der Fluch des kleinen Flitzers

Da ich Urlaub hab und faul bin, kopier ich hier einfach mal einen Kommentar hinein, den ich vor einiger Zeit bei Belana zu ihrer durchaus zutreffenden Lästerei über die Miss Twingos dieser Welt geschrieben hab.

Ist gerade so passend, weil ich in ca. 4 Stunden auf die Autobahn muss:

Ich fahre einen Twingo 16V mit 75PS. Die kleine Kiste geht ab wie Schmidt's Katze und schafft (wenn Motor warm und ebene Strecke) ihre 200 Sachen (ich hab Zeugen!!).
Meine bevorzugte Reisegeschwindigkeit beträgt 180kmh.

WENN ICH DENN SO SCHNELL FAHREN DÜRFTE!!!

Geht ja keiner aus dem Weg!! Ist ja nur ein Twingo!! Entweder sie schnallen nicht, dass ich tatsächlich schneller als ihre dröhnigen 160kmh fahren will oder sie würden sich eher den Arm abhacken als von einer FRAU!! in einem TWINGO!!! überholen zu lassen.

Es ist auch sehr beliebt, kurz vor mir von der rechten auf die linke Spur zu wechseln, wenn ich angesaust komme. IST JA NUR EIN TWINGO! Der fährt eh nicht so schnell, das sieht nur so aus. Und ich tret die Bremse fast durch's Bodenblech!

Ich hätte gern einen Aufkleber. Aber VORNE!!

"Seh zwar so aus, bin ich aber nicht. VERFATZ DICH, DU EIMER!"

Montag, November 13, 2006

Gegendarstellung

So sehr ich mich auch hinter meinem Lenkrad aufregen und auf die anderen Fahrer fluchen kann; als ich heute morgen einen Bus neben mir hatte und einen Blick auf die darin befindliche Menschenmenge, die beschlagenen und vor Wasser triefenden Fenster warf, da war ich ganz still, zufrieden und zutiefst DANKBAR!!!!

Man bedenke, dass die Feuchtigkeit im Inneren dieses Busses ein Resultat der Ausdünstungen und der Atemluft der Fahrgäste ist...

ÄRKS!!!

Danke, DANKE, D A N K E!!!!

Montag, November 06, 2006

Hassobjekte VII - Nebeneinanderherfahrer

Es gibt Verkehrsteilnehmer, die sind geselliger als andere. Oder sie haben Angst vor dem Alleinsein oder sie sind einfach nur bescheuerte Sackgesichter!!!

Da hat man eine schöne, breite, ausgebaute Straße mit zwei Spuren pro Richtung. Netterweise sind 60kmh erlaubt. Fröhlich fährt man dahin bis man plötzlich Nebeneinanderherfahrer vor sich hat.

Leicht versetzt (Kotflügel in Hohe der Fahrertür des Nachbarn) trotteln sie im exakt gleichen Tempo von 57kmh als fast schon symbiotische Einheit die Straße lang.

Und Du hinterher!!!

Hassobjekte VI - Spätblinker

Inspiriert von meinem Rest widme ich mich jetzt mal einer besonderen Art der Straßennervlinge: Spätblinker!

Folgendes Szenario: Zwei Spuren pro Richtung, Kreuzung. Auf der rechten Spur kann man geradeaus fahren oder rechts abbiegen, auf der linken Spur kann man geradeaus fahren oder links abbiegen.

Beim Heranfahren an die Ampel stellst Du fest, dass rechts drei Autos stehen und links nur eins. Ergo reihst Du Dich in die linke Spur ein. Die Ampel wird grün, der Wagen vor Dir fährt an, setzt links den Blinker und bleibt stehen. Und Du hinter ihm!!!! LANGE!!!! Während rechts von Dir ein Wagen nach dem anderen vorbeirauscht; bis die Ampel wieder rot wird und kein Gegenverkehr mehr kommt.

Aber immerhin bist Du jetzt der Erste an der Ampel...

Freitag, Oktober 20, 2006

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Xavier Naidoo on wheels

Fahrradfahrer der normalen Art hatte ich ja bereits zur Vernichtung freigegeben; doch kommen wir nun zu einer besonderen Abart der Veloisten: Liegeradfahrer!!

Die anderen! Die Rebellen! Die Individualisten par excellence! Mit stiller Verachtung blicken sie aus ihrer Liegeposition auf alle anderen Verkehrsteilnehmer herab (von unten auf jemanden herabsehen kann ich übrigens auch! Mit 1,60m lernt man das recht schnell...).

Stets umgibt sie eine Aura der Arroganz und Überlegenheit und egal, welcher Art der Blick ist, den man ihnen zuwirft, ob nun belustigt, irritiert, beiläufig oder desinteressiert, sie suhlen sich in ihrer absoluten Überzeugung, dass wir angepassten Spießer mit unseren konformen Fortbewegungsmitteln innerlich vor Neid schier platzen. Neid auf das komische Liegefahrrad, aber reichlich mehr Neid ihren Mut und ihre Einzigartigkeit.

In diesem Bewusstsein radeln sie durch die Städte und gucken dabei alle wie Xavier Naidoo. Dieser Beleidigte-Prinzessinnen-Blick, den dat Xaverl beherrscht wie kein Zweiter.

Oder hat hier schon mal jemand einen Liegeradfahrer lachen sehen???

q.e.d.

Freitag, Oktober 06, 2006

Verwunderliches

Ich weiß gar nicht mehr, wann es mir das erste Mal bewusst aufgefallen ist, aber es gibt Verkehrsteilnehmer, die merkwürdige Dinge tun. Ok, die gibt es ständig, aber in diesem konkreten Fall rede ich von der Beleuchtung des Wagens.

Wir haben ja leider schon alle bemerkt, dass die Tage immer kürzer werden und wenn der Himmel bedeckt ist oder es gar regnet, dann ist es doch recht duster. Von wegen passiver Sicherheit schalte ich dann mein Abblendlicht ein. Ich find es ja großartig, dass in anderen Ländern (z.B. Dänemark) grundsätzlich Licht-an-Pflicht herrscht und wäre eine der ersten, die das mitmachen würde. Hab ich hier mal versucht, aber da wurde ich ständig von freundlichen Menschen angequatscht, mein Licht würde brennen (ach was!?).

Wo war ich? Ach ja, Scheinwerfer bei diffusem Licht.

Viele andere Autofahrer schalten dann auch ihr Abblendlicht ein. Dann gibt es noch die Kamikazefahrer, die meinen, ihr silberner Wagen wäre auch bei grauem Wetter gut zu sehen und dann gibt es die Minimalisten...

Sind immer die gleichen! Mercedes, BMW und Offroader! Auch sie betätigen den Lichtknopp, sobald die Sichtverhältnisse das verlangen, aber sie schalten nicht etwa das Abblendlicht, sondern das STANDLICHT ein.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig...

Diesem Tun liegt doch eine fast philosophische Grundeinstellung zu Grunde. Ökonomie in ihrer reinsten Form, gepaart mit klassischem Understatement.

Möglicherweise denken sie auch, sie könnten auf 100km 2 Milliliter Sprit sparen...wer weiß das schon?

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Hassobjekte V - Parkärsche

Jaja, der männlichen Leserschaft schießen jetzt wieder schlechte Witze über das vermeintliche Unvermögen der Frauen, ihren Wagen vernünftig einzuparken durch den Kopf.

Da muss ich Euch nun leider enttäuschen. Beide Fahrer der hier abgebildeten Wagen sind MÄNNLICH und haben offensichtlich leichte Defizite bei der Längenabschätzung...

Freitag, September 29, 2006

Neues von der IAA



Grundausstattung: 12-Litertank mit Duftstein und zwei T-Shirts zum Wechseln.

Mordgelüste I

Ein jeder hat wohl gewisse Automatismen entwickelt, wenn er morgens losfährt, so auch ich.

In den Wagen einsteigen, starten, anschnallen, rechte Seitenscheibe bis zur Hälfte runterfahren, ggf. Licht und los.

Neulich wurde meine Routine bösartigst unterbrochen. Beim Runterfahren der rechten Seitenscheibe sah ich im Augenwinkel eine Bewegung, die dort so normalerweise nicht stattfindet. Mit dem Finger auf dem Fensterschiebeknopf blickte ich nach rechts und bevor ich auch nur ansatzweise reagieren konnte, verschwand ein "Ich wolle Auto kaufen"-Kärtchen in meiner Tür!!!!

Sofortiges Schließen des Fensters führte nicht zum gewünschten Erfolg; ich habe jetzt diese &%$§-Karte in meiner Tür und dort wird sie wohl bis zur Verschrottung meines Wagens bleiben.

ICH HASSE ES!!!!!!!!!!!!!!! Ich hab HALS!!!!!!!!!

Ich krieg jedesmal nen Adrenalinschock, wenn ich mal wieder feststellen darf, dass irgend so ein semikrimineller Gebrauchtwagenhöker an meiner Karre rumgegrabbelt hat!!! Sobald man den Wagen mal zwei oder drei Tage stehen lässt, hat man sofort etliche dieser Scheiß-Zettel hinter dem Scheibenwischer oder den Fensterdichtungen klemmen.

Früher waren das ja noch normale Zettel. Handgeschrieben und kopiert. Aber seit jeder Vollhorst einen Aldi-PC und ein LAMINIERGERÄT hat, kriegt man diese Kärtchen jetzt in hübsch, bunt und Plastik.

Vorbei die Zeit, als diese Zettelchen den Weg aller Strafzettel nahmen und mit Wollust zerknüllt mit Schmackes in die Botanik geschmissen werden könnten (entspannt Euch, Zellstoff zersetzt sich recht fix).

Aber jetzt???? PLASTIK!!! Jaa, diesbezüglich bin ich ein blöder Gutmensch, der erfolgreich darauf konditioniert wurde keine Plastikabfälle in die Gegend zu schmeißen. Ergo landet das Teil jetzt vor der Rücksitzbank und paart sich dort mit drei Dutzend anderen.

Und man sieht diese ARSCHLÖCHER niemals!!!!! Nur einmal möchte ich so einen Sack erwischen und zusammenscheißen, wenn er mein Auto andaddelt.

HALS!!!

Donnerstag, September 28, 2006

Understatement ist was für Luschen!

Bescheidene Qualität, da aus dem Auto und in der Dämmerung.

WWW.KACHELGOTT.DE



Der Kachelteufel hingegen hat sich auf Autobahnraststätten spezialisiert...

Dienstag, September 26, 2006

Hassobjekte IV - Fahrradfahrer

Bea hat ja bereits die Gegenseite dargestellt, da fühle ich mich langsam mal berufen Tacheles zu reden:

ICH HASSE FAHRRADFAHRER!!

Ok, nicht alle. Gibt rühmliche Ausnahmen, die tatsächlich wissen, dass Verkehrsregeln auch für sie gelten, die rücksichtsvoll fahren und ihre anarchistischen Freiheitsträume woanders ausleben.

Leider begegnen mir immer nur die anderen....

Könnte natürlich daran liegen, dass ich in Ottensen lebe. Ottensen, die Heimstatt der Selbstverwirklicher, der Betroffenen, der Revoluzzer. Zauberhaftes Ottensen, wo alles irgendwie Zeichen setzt und das ein ewiger Magnet für Basisdemokraten, Lehrer, Künstler und "Freidenker" ist.

Die Freidenker besitzen alle ein Fahrrad und setzen es gnadenlos ein, um ihren Standpunkt klar zu machen: Verkehrsregeln sind was für Spießer, CDU-Wähler und angepasste Spassbremsen.

Ich reg mich schon gar nicht mehr drüber auf, dass ich immer stundenlang hinter denen herzockel bis ich endlich mit ausreichendem Sicherheitsabstand überholen kann, um dann zu erleben, dass sie an der nächsten roten Ampel mit 5 Zentimeter Abstand an mir vorbeifahren. Und wehe, ich sollte es wagen anzufahren, während sie gerade angesaust kommen. Ein Schlag aufs Dach aus dem toten Winkel ist mir sicher.

Letztendlich bin ich die Stärkere und muss daher auch mehr aufpassen. Ob ich nun im Recht bin oder nicht. Und mir ist durchaus klar, dass ich beim Abbiegen darauf achten muss, ob nicht doch noch ein Radfahrer auf dem Bürgersteig angeschossen kommt, um über die längst rote Fußgängerampel zu fahren. Was soll's...

Es ist nunmal Fakt: Fahrradfahrer interessieren sich nicht für rote Ampeln. Die gelten ausschließlich für Autofahrer oder für Fußgänger. Genau wie Zebrastreifen. In jeder Kindergartengruppe, die gerade die Straße überquert, findet sich noch eine Lücke, durch die der König der Straße durchflitzen kann. Mal eben vor dem Fußgänger noch schnell rechts Abbiegen? Kein Problem, der soll mal nicht so schreckhaft sein.

Radwege sind Deko. Und wenn sie noch so breit und schön und ausgebaut sind. Der wahre Freidenker benutzt die Straße. Es sei denn natürlich, dass gerade eine Omi mit Hackenporsche oder eine Mutter mit Kinderwagen eben diesen verschmähten Radweg auch nur am Rande berührt. Sofort wechselt der Radfahrer von der Straße auf SEINEN Weg, malträtiert seine Klingel und scheucht das Gesocks weg, das es wagt, ihm seine Rechte streitig zu machen. Dass die Omi dabei fast nen Herzkasper kriegt, kann ja nicht sein Problem sein. Die soll mal aufpassen, wo sie hinlatscht!

Falschrum in die Einbahnstraße? Selbstgänger
Slalom auf dem Bürgersteig? Jederzeit
Absteigen bei einer Baustelle? Guter Witz
Fahren ohne Licht? Trafo bremst nur

Und natürlich immer einen Stapel "Parke nicht auf unseren Wegen"-Aufkleber in der Tasche...

Irgendwann büsst einer für alle!!!!

Montag, September 25, 2006

Rebell mit Wasserwaage

Rebellion gegen die Eltern zeigt sich ja in unterschiedlichsten Abstufungen. Während die Einen ihre Kindheit und Jugend gar nicht mal als so schlimm empfinden, gibt es einige, die massiv aus der kleinbürgerlichen Idylle ausbrechen und dies auch nach Außen kommunizieren wollen.
Eine Abkehr vom heimeligen Spießertum. Ein Zeichen gegen die drögen Urlaube mit den Eltern, welche auf langweiligen Campingplätzen stattfanden, was der Papa auch mit entsprechenden Wappen-Aufklebern am Wohnwagen dokumentiert hat. Adrett prangen am Hinterteil der Heimstatt auf Rädern die Zeichen des familiären Herumkommens: Klagenfurt, Bad Salzuflen, Plön - jedem Campingplatz sein Aufkleber.

Man hört förmlich den Aufschrei der geplagten jugendlichen Seele: PROTEST!!! Ein Gegenstatement muss her! Klare Abgrenzung vom Spießertum:

Aber bitte akkurat mit der Wasserwaage....

Montag, September 18, 2006

Diese Farben, diese Lichter....

Gemäß Straßenverkehrordnung darf die Nebelschlussleuchte nur bei Nebel mit Sichtweiten unter 50 Meter außerhalb geschlossener Ortschaften aktiviert werden. Darüberhinaus darf dann dementsprechend auch nicht schneller als 50kmh gefahren werden, sprich: eine den Sichtverhältnissen angepasste Fahrweise.

Soweit die Theorie....

Heute morgen war es ein bissi diesig in Hamburg. Was war das für eine bunte Lichterfahrt.

Ich bin jetzt seit 4 Stunden in der Firma und seh immer noch rote Punkte, wenn ich die Augen schließe.

Und die Ampelranroller kamen so richtig in Stress!!!!

Mittwoch, September 13, 2006

Hassobjekte III - Siegschleicher

Auf meinem Arbeitswege gibt es eine Kreuzung, hinter der sich die Fahrbahn von zwei auf eine Spur verengt.

Immer mal wieder, so auch heute, kommt es vor, dass einige Zeitgenossen da ein Verhalten an den Tag legen, dass ich schlichtweg zum Kotzen finde.

Ich steh gemütlich an der Ampel und warte auf grün, da kommt ein anderer Autofahrer angetuckert und stellt sich neben mich. In dem Moment, in dem das gelbe Licht auch nur kurz flackert, gibt der neben mir Gas wie eine besengte Sau! Die Reifen drehen kurz durch, der Motor heult auf, der Fahrer hat verzerrte Gesichtszüge und seine Halsschlagader ist angeschwollen bis kurz vorm Platzen.

Als würde sein Leben davon abhängen, setzt er alles daran, VOR mir in die Verengung zu kommen.
Nun ist mein Wagen durchaus fix im Anzug und u.U. könnte ich seinen Sieg verhindern, aber will ich das? Will ich mich auch dermaßen zum Affen machen? Nee, echt nicht. Ich fahr normal zügig an und lass den Blödmann vor.

Um es dann kurze Zeit später bitter zu bereuen!!! Denn sobald er sich seines Sieges sicher ist, geht er spontan vom Gas, um fürderhin mit ca. 45kmh vor mir her zu fahren (60 sind erlaubt!).

Vielleicht leg ich mir doch mal einen Baseballschläger ins Auto....

Dienstag, September 12, 2006

Kommunikation im Straßenverkehr

Ab und zu kommt es ja vor, dass man unerfreulicherweise von hitzköpfigen Verkehrsteilnehmern aus nur ihnen verständlichen Gründen bepöbelt wird.

Nun sollte man sich keinesfalls dazu hinreißen lassen, zurückzupöbeln oder gar Finger, Vogel oder Scheibe zu zeigen. Das ist würdelos und zeugt von schlechtem Stil.

Als Reaktion auf Geblaffe von Männern haben sich zwei Methoden als äußerst effektiv erwiesen:

1. Freundlich sein

Je mehr er sich aufregt, gestikuliert und schnappatmet, umso freundlicher reagiere. Lächel, winke, wirf Kusshändchen und strahle ihn freundlich an. Ist schon sehr wirkungsvoll, wenn eine Frau das macht, aber ich habe mir erzählen lassen, dass gerade ein von Männern geworfenes Kusshändchen den Puls des Brüllers rasend schnell auf 180 bringt.

2. Den Köter geben

Wirkt nur, wenn Du sehr gut gesehen und im Idealfall (offene Fenster) auch gehört wirst - äffe ihn nach, indem Du ihn ankläffst. Wuff wuff, hechelhechel und ab und zu die Männchen-Geste, damit er es auch wirklich versteht. Je mehr er sich aufregt (und das wird er!), umso mehr gib ihm den Terrier.
Ich garantiere Euch, dass führt fast zur Herzverklappung bei ihm und ist daher auch sehr riskant. Man sollte danach zusehen, dass man schleunigst Land gewinnt, falls man nicht von einem besonders jähzornigen Exemplar eins auf die Fresse kriegen will.

Kommen wir nun zu den Frauen. Wenn man ungerechtfertigterweise von irgendeiner Trulla angekeift wird, gibt es nur eine einzige Reaktion:

Das Huhn!

Gackere und flatter mit den Flügeln (Ellenbogen). Sie wird fast durchdrehen.

Ich wünsche Euch eine gute Fahrt!

Freitag, September 08, 2006

Hassobjekte II - Abbiegebremser

Ok, ich bieg auch nicht mit 80 Sachen in eine Straße rein. Ist ja normal, dass man ein wenig mit der Geschwindigkeit runtergeht. Außer natürlich, man will die Nachbarschaft mit quietschenden Reifen beeindrucken. Aber ganz so peinlich bin ich dann doch nicht.

Wie gesagt, ein wenig vom Gas. Aber halt immer noch zügig!!!
Es tut nicht not, die Karre fast zum Stillstand runterzubremsen, um dann weeeeiiiiit auszuholen, damit der Kleinwagen, der natürlich den Wendekreis eines 40Tonners hat, sauber um die Ecke kommt.

Das sieht zumeist so aus: der Abbieger bremst und setzt DANN den Blinker. Ich geh hinter ihm in die Eisen. Wenn ich Glück habe, kann ich links überholen, aber bitte sehr vorsichtig, denn ich muss ja noch einkalkulieren, dass der Blödmann seine Spur nach links verlässt, um im großen Bogen um die Ecke zu fahren.

Wenn Adrenalin wirklich jung hält, müsste ich längst wieder im Wickelalter sein!!!

Donnerstag, September 07, 2006

Hassobjekte I - Ampelranroller

Kein Tag ohne sie. Kein Tag ohne diese Hindernisse auf meinem Weg. Meine Crux. Meine Nemesis.
Der Grund dafür, dass ich gerne mal ein widerwärtiger fetter Zwei-Meter-Mann wäre, um diesen Subjekten einfach mal spontan die Fresse polieren zu können: Ampelranroller!

Gerade im Stadtverkehr hat man kaum eine Chance, ihnen zu entgehen. Sobald sie in 500 Meter Entfernung ein rotes Licht erspähen, gehen sie vom Gas und lassen sich ranrollen...
Warum sie dies tun, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Wollen sie Benzin sparen? Ist die Bremse kaputt? Können sie nicht im 1. Gang anfahren und wollen deshalb durchstarten?

Ich weiß es nicht! Und eigentlich ist es mir auch gleichgültig. Ebenso gleichgültig sind diesen Fahrern die Folgen ihres Tuns.
Sie gehen vom Gas. Ihr Hintermann stellt fest, dass er sich plötzlich der Stoßstange des Idioten nähert und bremst. Der nachfolgende Fahrer bremst auch, der danach ebenfalls usw usw usw...und ehe man es sich versieht, bildet sich ein Stau bis in den Freihafen. Und dabei ist die Spur vor dem Ampelranroller komplett frei!!
Aber in der Ferne leuchtet ein rotes Licht....

Mittlerweile wechselt die Ampel natürlich auf grün und der Ampelranroller gibt ganz entspannt wieder Gas und freut sich nen Ast, dass er nicht bremsen musste.
Das 10 Wagen hinter ihm alles steht, kriegt er selbstverständlich nicht mit.

Nur selten wird einem die Chaostheorie so anschaulich erklärt!